Überdachung

Terrassenüberdachung
am Reihenhaus

Worauf beim Wohnen in
einem Reihenhaus zu achten ist

Eins der großen Probleme bei Reihenhäusern lautet: Privatsphäre. Man wohnt auf engstem Raum nebeneinander und kann beim Reihenhaus-Nachbarn einfach in den Garten gucken – außer dieser hat einen großen Zaun oder eine hohe Hecke. Durch den geringen Platz, der zur Verfügung steht, kann auch der Wunsch nach einer Überdachung für die Terrasse zum kniffligen Problem werden. Schließlich muss man nicht nur auf das Einhalten der Richtlinien für eine Baugenehmigung achten, sondern braucht auch die Zustimmung der Nachbarn bzw. Eigentümer, wenn direkt an der Grenze gebaut wird.

Grundsätzliche Richtlinien

Die Landesbauordnung

Laut der Landesbauordnung in NRW (BauO NRW) ist das Bauen einer Terrassenüberdachung mit einer Fläche von 30m² und einer Tiefe von bis zu 3m genehmigungsfrei. Jedoch sollte man vorher genau nachfragen, da diese Werte durch einen Bebauungsplan oder eine Ortssatzung eingeschränkt sein könnten. Wird eine Tiefe von 3m überschritten, muss ein Bauantrag gestellt werden.

Zustimmung des Nachbars

Beim Bau einer Terrassenüberdachung muss ein Mindestabstand von 3,00 Meter zu den Nachbargrundstücken eingehalten werden. Bei einem Reihenhaus ist dies jedoch schwer zu gewährleisten. Aus diesem Grund muss die Zustimmung der Eigentümer der Nachbargrundstücke eingeholt werden und eine Baulast oder ein privatrechtlicher Vertrag aufgesetzt werden. Eine Baulast ist eine öffentlich-rechtliche Verpflichtung eines Grundstückeigentümers gegenüber der Baubehörde. In ihr wird festgehalten, dass der Eigentümer bestimmte Dinge, die das Grundstück betreffen, zu tun, zu lassen oder zu dulden hat.

Gebäudeabschlusswand

Danach kann die Terrassenüberdachung grenzständig errichtet werden. Da es sich bei einer an das Wohnhaus angebauten Terrassenüberdachung um einen neuen Teil des Gebäudes handelt, muss eine Gebäudeabschlusswand entlang der Grenze gebaut werden. Diese Wand muss bis zur Oberkante der Überdachung reichen.

Bauantrag stellen

Wenn die Erstellung eines Bauantrags nötig ist, muss dieser von einem bauvorlageberechtigten Entwurfsverfasser erstellt, unterschrieben und eingereicht werden. Folgende Unterlagen werden dabei benötigt:

  • Auszug aus der Flurkarte
  • Antragsformulare (erhalten Sie beim Bauamt)
  • Lageplan mit allen Grundstücksgrenzen und Gebäuden
  • Unterschrift des Entwurfsverfassers
  • Technische Unterlagen
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